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Gedanken


Verzweiflung

Dunkel liegt die Stadt unter mir
Meine Gedanken sind bei dir
Das Hausdach, meine letzte Flucht
Vor dem Leben, dieser dunklen Schlucht

So weit entfernt scheinst du mir
Meine Gefühle rufen nach dir
Du antwortest nicht und wirst es nie tun
Mein Todesurteil, ich werde nie mehr ruhn

Du warst eins hier und mir so nah
Doch jetzt ist nur der eisge Wind noch da
Deine Stimme und deine Gedanken
Brachten mich schon oft ins Wanken

Von hier oben sieht man tausend Sterne
Weißt du noch wie du einst sagtest lerne
Die Hoffnung nie auf zu geben
Und einfach so zu leben

Ich habe es nie gemacht
Immer darüber gelacht
Und jetzt brauch ich deinen Rat
Und eine gute Tat

Ich möchte nicht gehen
Und dein Kreuz dort sehen
Ich möchte dich nicht vergessen
Und ohne dich die Pizza essen

Meine Gedanken sind immer bei dir
Deine Stimme nah bei mir
Mein Herz vergisst dich nicht
Du wirst immer sein mein Licht

Du leuchtest in dunkler Nacht
Nur einer über mein Leben wacht
Ohne dich ist alles tot
Nie wieder alles im Lot

Sie fragen mich wie geht es dir
Ich frage dich wie geht es mir
Niemand weiß es ich auch nicht
Der Nebel ist noch so dicht

Nebel voll von deinen Gedanken
Die durch meinen Kopf wandeln
Du hast sie alle selbst gesagt
Ich habe sie nie gewagt
Nie gewagt sie zu probieren
Wollte lieber alles studieren
Du hast es immer schon gesagt
Und ich wie immer voll versagt

Deine Taten waren gut
Du hattest so viel Mut
Und ich
Vergesst mich

Die Welt soll weiter leben
Ich werde sie nicht beten
Mich zu sich zu nehmen
Oder auf mich ein zu reden

Tod, du greifst schon jetzt nach mir
Und du, ich ruf nach dir
Keine Antwort nur schwarze Nacht
Die über den dunklen Dächern wacht

Da Schreie in der Dunkelheit
Der Himmel plötzlich gar so weit
Sag wer ruft meinen Namen
Ich höre das Wort Carmen

Lied, was soll ich singen jetzt
Wenn eine Träne dein bild benetzt
Wenn du nichts bist als ein Traum
Wenn du begraben unter einem Baum

Ich bin nicht fröhlich kann nicht singen
Es würde nicht sehr gut klingen
Du bist fort
Nie mehr dort

Ich kann nicht jubeln nicht jetzt und nie
Warum hörtest du mich nicht als ich schrie
Du hast nichts gesagt nichts getan
Und jetzt ist dein Leben so vertan

Ich will es nicht glauben
Die Schwärze meine Sinne rauben
Kann nichts mehr denken
Lass mich vom Schicksal lenken

Deine Liebe hat mich aufgebaut
Ist sie es die auf mich schaut
Nein ich seh Geister
Du erscheinst wie ein Meister


Mein Lehrer des Lebens von mir gegangen
Konntest du ihm nicht einfach eine langen
Den Tod besiegen
Er durfte dich nicht kriegen

Zu viel Tod und Mord auf dieser Welt
Sag mir einen dem es gefällt
Ich möchte deine Antwort hören
Deine Abendruhe stören

Nur für ein Wort ein einziges Wort
Warum gibt es Mord
Bitte melde dich bei mir
Ich bin immer bei dir

Deine Stimme deine Gefühle
Fleißig wie eine leise Windmühle
Du hast es geliebt das Leben
Warum musstest du es geben

Nirgends ist ein Ort
Du bist niemals dort
Ich kann dich nie mehr sehen
Kann alles nicht mehr verstehen

Alles umsonst alles kaputt
Alles Asche und Schutt
Wie sagte es der Pfarrer dort
An dem grauen dunklen Ort

Ich weiß es nicht mehr
Alles ist so leer
Unten die Straße und die Leute
Sie sind so geschäftig heute

Wie gerne würde ich springen
Wenn nicht alle um mich ringen
Eine Hälft sagt mir Nein
Die andere sagt stirb oder wein

Ich möchte nicht trauern nicht jetzt und hier
Fühl mich gefangen wie ein armes Tier
Siehst du mich da oben stehen
Siehst du mich zu dir gehen

Nur noch einen Schritt
Einen festen Tritt
Dann schweb ich zu dir
Und weg von mir


Willst du das oder nicht
Wo ist das rettende Licht
Ich seh es nicht mehr
Alles ist so leer

Nimm mich in den Arm
Meine Beine sind so lahm
Erinnerungen überschwemmen mich
Nur Erinnerungen an dich

Weißt du noch die Zeit davor
Als ich dir schwor
Immer bei dir zu sein
Damals bei dem süßen Wein

Und jetzt bin ich so fern
Und hatte dich so gern
Direkt an meiner Seite
Am Strand der unendlichen Weite

Du hast mich gehalten sacht
Und nachts über mir gewacht
Morgens sah ich dein Gesicht
Und die Sonne strahlte im Licht

Jetzt ist sie dunkel und grau
Meine Hände sind so rau
Wenn ich jetzt springe
Wenn ich nicht mehr ringe

Es ist leicht einfach los zu lassen
Wirst du mich dafür hassen
Aber ich tu es nur für dich
Und auch für mich

Wir sind doch dann endlich beisammen
Für immer und ewig zusammen
Eine Stimme sagt mir geh
Eine andre steh

Was soll ich machen
Werden sie lachen
Werden sie sich freuen
Oder alles schnell bereuen

Sie haben viel über dich erzählt
Sie haben dich auch alle gewählt
Zu ihrem Sieger des Lebens
Aber es war alles vergebens


Du hast den Preis noch erlebt
Der deine Träume stets hat umwebt
An deinem Bett der Pokal noch steht
Doch der Glanz er geht

Ich weine um dich jede Nacht
Die Trauer über mich nur lacht
Ich bin versunken keine Kraft
Die mich wieder aufrafft

Ich habe verloren was mir wichtig
Und ich denke es war nicht richtig
Es war falsch nicht richtig
Einfach nur total hinterlistig

Sie haben dich weggebracht
Und dabei an dich gedacht
Aber ich bin hier geblieben
Nichts hat mich zu ihnen getrieben

Sie stehen an deinem Grab
Der Pfarrer mit seinem Stab
Ich kann ihnen zuschauen
Und einfach so abhauen

Zu dir fliegen
Sie werden mich nicht kriegen
Deine Worte klingen in meinem Kopf
Die du sagtest da am Tropf

Du meintest der Tod darf mich nicht bekommen
Ich bin aber doch so sehr benommen
Muss ich diesmal auf dich hören
Darf ich dich nicht stören

Warum ist alles so leise
Ich höre noch nicht einmal die Stimme der Meise
Sie singt für dich ein letztes Lied
Die die dich immer mied

Sie denkt an dich
Und auch an mich
Aber sie hilft mir nicht
Nur das Licht

Ein Leuchten ein Zeichen
Soll ich vor dem Leben weichen
Einfach springen und ruhig schlafen
Die Nadeln spüren die dich trafen


Ich werde wohl hier leise wachen
Sie werden nie mehr lachen
Erst morgen werden sie mich entdecken
Und unsanft vom Schlaf erwecken

Ich werde ihnen alles erklärn
Und vielleicht werde ich lern
Das Leben zu leben
Und nie auf zu geben


© LadyMorgan


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