...tränenerstickt steh' ich vor dir
nichtsahnend von dem was nun kommt
nichtswissend von den Worten welche mir in diesem Moment soll'n entfliehn...
...Angst drückt auf meine Seele
ich fühle mich fortwährend schwerer...
...das Gedankenchaos sortierend ringe ich um Sprache
-verschlagen hat es sie mir-
...traurig weil das Gewissen sinkt
Teufelsstimmen in meinem Kopf hämmern
-schlagen mir Steine ins Gehirn-
-steinigen meinen nackten, kalten Geist-
...erschaudert stehe ich da
blut'ge Tränen mein Gesicht entstellen;
warten auf eine wahre Antwort Gottes...
...die Realität singt in dumpfen Klängen mich an...
...einsam meine Glieder an mir hängen...
keine Einheit mehr bildend
sinke ich in mir nieder
...und meine Seele ist stumm verstorben...
by AdVitamAeternam 2001
Des Lebens Müde,
Aus Respekt vor Trauernden
Keinen Suizid Begehend
In der Leere sich das Blut von Gedanken ergötzt
An tanzenden Seelen
-um Leben ringend-
die Fratze, die sich hinter der Maske verbirgt,
verlangt nach Erlösung vom Greuel des Atmens.
-die Luft genommen-
entstirbt der Körper dem Geist und der Seele
es ist vollbracht
und die Trauernden werden schnell vergessen,
da sie blind sind
vom stechenden Schmerz der ihre Sinne trübt
stumm verlieren sie keine Worte über die längst vergange
Äußerlichkeit.
Des Lebens müde konnten doch Geist und Seele sich nicht zur Ruhe legen,
Ihre verweste Lokalität zerbröselt an Leere,
zerfällt wie Staub und Asche
es war kein Mord am eigenen Ich,
als beseelter Engel
wird sich die Pflicht ergeben zu leben unter den vermeindlich
Trauernden,
welche gefüllt von Wut, Unverständnis, Tränen...
Wahrheit wird durch Thanatos sichtbar.
Das Licht offerierend;
Trauert nun eine Seele, nicht mitgestorben zu sein.
14.11.2002 by AdVitamAeternam
...über die Frage: bleibe ich nach meinem tod als Erinnerung in den Köpfen erhalten, oder muss meine Seele zusehen, wie sie vergessen wird?...
urspr. Titel: Seelenleid