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   Gothic-Christen Forum - Ich finde Predigten langweilig
 
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Verfasser Beiträge [21-2 von 21] > >>
Pius V.
am 19.08.2010
um 12:27 Uhr
Nun lieber Sandor,
quod est demonstrandum.
Der liturgische Gegenbesuch steht ja immer noch aus. :-)
The Truthspeaker
am 10.08.2010
um 19:56 Uhr
gottesnähe bei den katholen.... hmmm.... ;-)))

freu mich, dass das bei euch so ist. wobei ich der überzeugung bin, dass es keine form gibt, die vor "Performance" sicher sind. weil es eben menschen sind die es umsetzen.

LG
Sandor
Pius V.
am 10.08.2010
um 00:01 Uhr
Abgeschreckt durch solche "Gottesdienste", der zur Performance der "Macher" mißbraucht werden, haben meine frau und ich den Weg zur überlieferten Liturgie (bzw. der außerordentlichen Form des römischen Ritus) gefunden.
Klare Formen, keine Laber-Aktivismus und eine unbeschreibliche Fühlbarkeit der Gottesnähe.

Aber das wollen meine protestantischen Brüder ja gar nicht hören. ;-)
Schwarzer Adler
am 25.07.2010
um 16:12 Uhr
Ja, wie soll ich das sagen? Es klang nicht echt. Wie einfach nur was vorgetragen. Man denkt sich was aus, das sich gut anhört und trägt das dann vor. Fühlte mich unpassend dort. War wie eine Rede, in der aber nichts gesagt wird.
The Truthspeaker
am 25.07.2010
um 15:38 Uhr
warum?
Schwarzer Adler
am 25.07.2010
um 15:22 Uhr
War heute mal wieder im Gottesdienst und fand den kompletten Gottesdienst heuchlerisch.
Pius V.
am 12.07.2010
um 23:01 Uhr
Joh. 16,12 Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.
13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird.
14 Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden.
15 Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.

Man verachte nicht das Wirken des Heiligen Geistes.
Und die Tatsache, daß die Offenberung mit Jesu Himmelfahrt nicht zu Ende gewesen ist.

Der Heilige Geist wirkt und fügt auch heute noch.
Aber nicht alles, was gepredigt wird oder Predigt genannt wird, ist vom Heiligen Geist.
schwarzbunte
am 07.07.2010
um 15:02 Uhr
"Ich frage mich, ob die Gottesdienste, wie ich sie kenne, richtig sind, da ich sie absolut todlangweilig finde. Am schlimmsten ist die Predigt. Nebenan liegt ja die Predigt von Joyce Meyer, habe da mal rein geguckt, ich finde sie nicht sehr interessant. Es steht nichts Falsches drin, ist alles richtig, was dort steht, aber es bringt mir nichts Neues. Im Grunde steht ja auch alles in der Bibel, wozu also dann eine Predigt, wenn man es genau so gut in der Bibel lesen kann?

Christen sollen sich treffen, um nicht alleine zu sein. Sie können sich gegenseitig Halt geben. Ich treffe mich gerne mit Christen und rede auch sehr gerne über alles Mögliche (vom Glauben). Ich schreibe ja auch hier manchmal mit, wenn ich meine, etwas beitragen zu können.

Mir kommt eine Predigt wie etwas menschliches vor, nicht von Gott oder dem heiligen Geist. Eine Handlung, die Menschen machen, um sich besser zu fühlen. Um sagen zu können: „Ich habe mir eine christliche Predigt angehört.“ So wie die Pharisäer sich vor den anderen Menschen immer toll dargestellt haben und die Jesus ziemlich stark verurteilt hat.

Lernt man durch eine Predigt mehr als wenn man die Bibel ließt oder sich mit anderen Christen darüber unterhält?

Ich gehe lange nicht mehr in den Gottesdienst, da er total langweilig war und ich überhaupt nichts davon hatte. Es war nicht ein Prediger, sondern viele. Es lag also nicht an einem bestimmten Prediger."

---------------------
Hallo schwarzer Adler,

für mich ist eine Predigt eine Erinnerung, an das, was ich las oder schon hörte, was aber nicht so präsent ist im Moment.
Es kann auch eine Ermahnung, eine Ermutigung, ein Aufruf zur Freude sein.
Da ich in keine Ortsgemeinde gehe, auf Grund meiner gesundheitlichen Einschränkungen, freue ich mich über Predigten im Internet, über das Radio usw.
Ich prüfe sie beim Hören an dem, was ich als Erkenntnis im Laufe der Jahre schon gewonnen habe.
Höre ich etwas, was mir fremd ist , oder ich unsicher bin, forsche ich in der Schrift.
Meine Erwartungen sind nicht übersteigert, ich verstehe,dass nicht alle den gleichen Erkenntnisstand haben und dass jeder als Christ einen Wachstumsprozess durchläuft.
Dadurch bin ich auch nicht sauer auf den "Prediger" persönlich, wenn er etwas "Menschliches" weitergibt und kein Raum war für den Geist Gottes.

Ich bin auch deiner Meinung, dass die Gemeinschaft mit Christen wichtig ist: sich trösten, ermutigen, gemeinsam freuen, praktisch helfen, füreinander da sein usw.
Die Antworten zuvor haben all diese Aspekte schon angesprochen.

Ich wünsche dir Ruhe und Frieden im Herrn, egal wie du praktisch deine Beziehung zum Vater und den Geschwistern lebst.

Liebe Grüße

Lenchen

(auch an die anderen, vorallem, an die, die mich noch kennen^^)
Pius V.
am 09.06.2010
um 02:51 Uhr
Eine Predigt sollte vom Heiligen Geist inspiriert sein. Das setz voraus, daß der Prediger darum betet. In unserer Gemeinde ist es üblich, daß vor der Predigt ein Lied gesungen wird, in dem um die gabe des Heiligen Geistes gebetet wird. Dabei kniet der Priester vor den Stufen des Altares.

Bei uns darf in der Hl. Messe nur der Bischof, Priester oder Diakon predigen.
In anderen Gottesdiensten jeder Getaufte.
Aber es gibt natürlich auch Liturgie ohne Predigt.
Gottesdienst heißt ja primär Gott zu dienen. Der gottesdienst ist aber ein guter Rahmen für die Lehre in Form der Predigt.
Es gibt auch die Lehre außerhalb der Liturgie, die Katechese.
Aber auch das von Schwarzer Adler benannte Gespräch kann Akt der Lehre sein - wichtig ist es, dabei sich vom Heiligen geist leiten zu lassen und um dessen Führung zu beten, damit nicht unser Verstand oder gar der Versucher aus uns spricht, sondern Gott selbst - wenn wir den Dienst derVerkündigung ausüben, den Jesus uns aufgetragen hat - "Geht zu allen Völkern und lehrt sie...", dann soll aus unserem Munde kommen, was Er will, nicht was wir wollen, undschon gar nicht, was der Widersacher will.

Es gibt für alle Formen der Lehre den rechten Platz, die rechte Gelegenheit. Manchmal spricht Gott zu uns durch einen Prediger, manchmal durch einen Beichtvater, manchmal durch ein brüderliches Gespräch, manchmal durch ein Lied oder Gedicht, manchmal durch ein Internet-Forum.

Wir sollten nichts gering achten, wodurch Gott zu ansprechen könnte.

Komm Heiliger Geist - veni, Sancte Spiritus!
The Truthspeaker
am 08.06.2010
um 20:52 Uhr
Predigten können natürlich Selbstdarstellung sein, aber das kommt auf den Prediger an. Eine Predigt ist keine Interpretation, jemand, der die Gabe dazu hat, schafft es, Wort Gottes lebendig werden zu lassen, geistgewirkte Kenntnisse weiter zu geben (die man eben alleine nicht hat, selbst wenn man 100 mal die gleiche Stelle liest). Unser Pastor (der hoffentlich nicht auch hier mitliest) hat m.E. nicht diese Gabe. Das kommt der Interpretation gleich, die du ansprichst. Aber ich erlebe andere, da merke ich, da passiert etwas in mir, nicht im Kopf, sondern (auch wenn du das nicht nachvollziehen kannst) im Herzen. Echte Veränderung, Herausforderung, Ermahnung geschieht. Mein Erkennen Gottes selber wird erweitert, ich werde aufgebaut.

Und wenn das geschieht, wächst eben auch die Liebe wieder. Zu GOtt, zu den Menschen.

Natürlich kann ein Christ hassen. Er kann all die Sünden begehen, die auch ein Nichtchrist tun kann. Wir brauchen täglich Gottes Gnade und verfehlen täglich, ein perfektes Leben unter ihm zu leben. Christ sein ist ein Prozess des Verändertwerdens. Des 100 Mal hinfallens und 101 Mal vergeben bekommen.

Zumindest erlebe ich es so und es ist auch meine Erfahrung mit den lieben Geschwistern.
Schwarzer Adler
am 06.06.2010
um 20:42 Uhr
Du meinst, du kannst dir einen Gottesdienst ohne Predigt nicht vorstellen. Ich schon.

Im Grunde ist es genau das, was du sagst, nur dass ich eine Predigt für kalt halte. Für mich sind Predigten immer nur eine Darstellung, wie schön man eine Predigt vorbereiten kann, also eine Predigt um sich selbst willen. Ich habe mich schon immer gefragt, wenn eine Predigt von Gott ist, also Gott eingibt, was man predigen soll, warum bereiten Prediger dann ihre Predigt vor? Für mich ist eine Predigt so was wie eine Interpretation, wie man sie in der Schule gemacht hat. Und das sollte sie doch nicht sein.

Ich kann mit deinem Herz-Beispiel nicht ganz so viel anfangen, für mich ist das Herz ein Hohlmuskel, der Blut pumpt.

Wie du aus einer Predigt Liebe ziehst, kann ich auch nicht nachvollziehen.

Wenn wir mit Gott leben, verändert er uns, wir hassen nicht mehr, wir lieben. Mit Gott leben heißt aber nicht nur, das tun, was er will, sondern sich wirklich dafür zu entscheiden. Ist man Christ, wenn man seine Feinde hasst? Ich glaube nicht. Man kann auch nicht versuchen, seine Feinde zu lieben, das kann nur Gott bewirken.
The Truthspeaker
am 06.06.2010
um 16:06 Uhr
Lieber Schwarzer Adler,

mein Kommentar sollte dich nicht persönlich treffen, das war allgemein gemeint. Sorry, wenn es so ankam.

Und eine Predigt kenne ich nur eingebettet in den Gottesdienst, deshalb ist das für mich so verbunden.

Wieso meinst du, dass du in Predigten nichts mehr lernen kannst? Wenn Predigen reine Wissensvermittlung ist, mag das bei so manchem der Fall sein. Aber es geht doch auch um Gottes Wort, das wieder in uns lebendig gemacht werden soll. Wissen tu ich vieles (na gut, manches ;) ) aus der Bibel, aber mein Herz hat davon wenig "absorbiert". Für mich sind Predigten auch dazu da, dass gerade mein Herz lernt. Ob ich dem Nächsten etwas abgebe, weil ich irgendwie in der Bibel dazu aufgefordert werde, und ich es als kalten Akt vollziehe; oder ob ich verstehe und Jesu Blick für die Leute gewinne und aus Liebe weitergebe, ist ein Riesenunterschied. Vielleicht ein plattes Beispiel, aber es verdeutlicht, was ich sagen will.

LG
Sandor
Schwarzer Adler
am 05.06.2010
um 22:00 Uhr
Sanctum, die Prediger sind aber nicht Jesus, sie sind auch nur Christen.

Ich lerne in Predigten nichts, aber hier würde ich nicht sagen, dass ich hier nichts lerne.
Sanctum
am 05.06.2010
um 13:18 Uhr
Predigten sind wichtig und können uns eine Menge lehren.
Man kann keine Predigt durch Gespräche mit Christen ersetzen,
da denkst du leider falsch schwarzer Adler.

Denkt nur an die Bergpredigt von Jesus, er predigt und lehrt auch...und was die Jünger von ihm erfahren haben hätten sie bestimmt nicht durch Gespräche mit anderen Personen erfahren.

Mt 5:1 Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. 5:2 Dann begann er zu reden und lehrte sie.
InnerSanctum
am 05.06.2010
um 12:56 Uhr
SchwarzerAdler, nicht jeder Christ hat die gleiche Meinung und Ansicht, deswegen können Gespräche mit Christen auch keine Predigt ersetzen. Gespräche und Predigt sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe, kann man auch gar nicht miteinander vergleichen.

Predigen sind für uns Christen wichtig und ich finde es auch gut dass es Menschen gibt die predigen und die uns Dinge über Gott lehren!!!
Schwarzer Adler
am 05.06.2010
um 10:14 Uhr
Sandor, ich habe ja auch gar nichts gegen Gottesdienste geschrieben, es geht mir nur um die Predigt.
The Truthspeaker
am 05.06.2010
um 09:58 Uhr
also von mir dazu ein klares Nein.

es ist zeitgeist heutzutage, dass alles auf individualismus getrimmt ist. jeder ist für sich, glauben ist privatsache. ich kann meinen glauben für mich leben, ich brauche keinen anderen.

und das ist GEGEN gottes gedanken. wir werden sogar ermahnt, die versammlungen nicht zu verlassen. gottesdienst ist zu einem programm verkommen, das konsumiert wird. wenn es mir nichts bringt, na dann gehe ich auch nicht hin. wenn dafür gesorgt wird, dass der gottesdienst mir ein gutes gefühl bringt, dann bequeme ich mich eben, sonntag mal nicht auszuschlafen.

gottesdienst ist das zusammenkommen von geschwistern, die sich vor ihren gott stellen und sich nach ihm ausstrecken. und da ist jeder gefragt. es ist schade, wo die form dahin gekommen ist, dass es nur noch einen pastor oder priester gibt, der alles macht.

lest mal apostelgeschichte, was gottesdienst einmal war. es sind wunder geschehen, kranke wurden heil. und menschen haben zu jesus gefunden. es ging nicht um gefühle, sondern um buße und vergebung, einen neustart im leben zu machen. und auch predigten zu hören. und die waren länger als viertelstunden. petrus hat so lange in die nacht gequatscht, dass einer im fenster eingeschlafen ist und dann aus dem x-ten stockwerk fiel.

und probleme gab es in massen. die ganzen briefe (korinther, galather etc.) mussten u.a. geschrieben werden, weil es die menschen damals wie heute auch nicht gebacken bekommen haben, in gottes sinn zusammen zu kommen. deshalb brauchen wir predigten um es zu lernen. der einzige unterschied zu damals ist meines erachtens, dass die verbindlichkeit größer war, bei problemen nicht einfach davon zu laufen. die bibel ist auf beziehung ausgelegt. in erster linie zwischen gott und mensch natürlich mit jesus als dreh- und angelpunkt. aber direkt danach auch zwischen mensch und mensch.

ich wünsche mir wieder mehr gottesdienste, wo gott so sichtbar und spürbar ist, dass sich menschen bekehren. dass heilungen stattfinden. aber solche gottesdienste werden erst stattfinden können, wenn sich menschen verbindlich zusammenstellen und mit und trotz problemen daran festhalten. und sich immer wieder neu nach gott ausstrecken, vergebung leben und die liebe füreinander von jesus erhalten.

LG
Sandor
Schwarzer Adler
am 05.06.2010
um 01:27 Uhr
Das, was ihr beiden geschrieben habt, kann ich auch durch Gespräche mit anderen Christen erreichen, sogar viel besser, weil man dann auf persönliche Bereiche eingehen kann, was eine Predigt nicht kann. Also wäre es wirklich besser, persönliche Gespräche zu führen anstellen einer Predigt.
Pius V.
am 04.06.2010
um 23:15 Uhr
Langweilige Predigten - ein echts Problem.

In unserer Kirche ist der Spruch recht populär:
"Man kann über alles predigen - aber nicht über 15 Minuten!"
:-D

Die Predigt ist wichtig, weil sie uns hilft, das Wort Gottes in rechter Weise zu verstehen. Wir Menschen neigen sonst dazu, uns alles zurechtzulegen, wie es uns paßt, und über unliebsames hinwegzulesen... ;-)
InnerSanctum
am 04.06.2010
um 09:02 Uhr
Also ich finde Predigten nicht langweilig kommt immer drauf an auf welche Art und Weise der/die Prediger/in es erzählt.

Gottesdienste können denke ich auch interessant sein, kommt immer auf die Art und Weise an wie man es den Menschen vermittelt, manche machen es auf eine Art, dass man dann gerne zuhört und nicht sofort einschläft.

Wenn dir das Bibel lesen allein reicht und du der Meinung bist das es allein ausreicht ohne in einer Gemeinde zu sein oder am Gottesdienst teilzunehmen, dann ist das deine Sache.

Gott hat nicht umsonst die Predigt entstehen lassen, auch da wird er sich schon dabei etwas gedacht haben. Der heilige Geist hat ja auch die Gabe des predigen erschaffen und die Menschen sich auserwählt die für ihn in seinen Augen passend für diese Gabe erscheinen und deshalb predigen diese Menschen dann auch.

Nein ich mache es nicht, weil ich mich dann besser fühle sondern um vllt. etwas Neues aufzuschnappen, mein Geist zu nähern. Es kann immmer vorkommen, dass man in einer Predigt nochmal etwas neues aufschnappt oder vielleicht etwas erklärt bekommt was man zuvor nicht so verstanden hat.

In eine Gemeinde zu gehen, da hast du wahrscheinlich auch keine Lust oder?
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